Viele Frauen leiden vor allem in den ersten Tagen vor der Menstruation unter starken Schmerzen, die mit Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen verbunden sind. Schmerzmittel sind keine dauerhafte Lösung, da sie die inneren Organe belasten und bei empfindlichen Frauen zu Unwohlsein mit Erbrechen führen. Wer in der monatlichen Periode regelrecht krank und von starken Beeinträchtigungen der Lebensqualität betroffen ist, sollte auf Hausmittel zurückgreifen und in dieser Zeit besonders bewusst leben. Rund 70% aller Frauen, die keine Pille einnehmen und auf die chemische Verhütung verzichten, sind laut Statistik von Schmerzen während der Menstruation geplagt.

Die Einflüsse der Ernährung auf die Menstruation
Eine gesunde und vor allem pflanzliche Ernährung bringt Vorteile und ist dabei hilfreich gegen Regelschmerzen. Aber auch auf fleischliche Kost müssen betroffene Frauen nicht verzichten, sollten sich aber primär auf kurzgebratenes Rindfleisch konzentrieren und Schweinefleisch meiden. Rote Beete, Salate und Möhren wirken entspannend auf den Körper und mindern Regelschmerzen, wenn die Umstellung der Ernährung bereits 2 bis 3 Tage vor der Blutung erfolgt. Alkohol, Kaffee und Tees erhöhen den Blutdruck und verstärken den Schmerz. Raucherinnen sollten das Laster während der Menstruation ablegen und werden binnen kurzer Zeit eine Verbesserung ihres Befindens feststellen. Zu heiße oder sehr kalte Speisen sollte man vermeiden, da sich der Körper zur Verarbeitung der Lebensmittel anstrengt und viel Energie in den Ausgleich der Temperatur lenkt. Dieser Energieschub verstärkt die Blutung und die damit einhergehenden Schmerzen. Zimmer- bis körperwarme Speisen werden sehr einfach verdaut und fordern dem Körper keine erhöhte Energiezufuhr ab. Ebenso wichtig ist es, auf scharfe Speisen und Lebensmittel mit künstlichem Zuckerzusatz zu verzichten.

Wie die Psyche die Menstruation beeinflusst
Wer unter starken Regelschmerzen leidet, fürchtet sich bereits vor der eigentlichen Menstruation vor ihren Begleiterscheinungen. Auch wenn der Schmerz nicht primär psychosomatisch ist, nimmt die Psyche großen Einfluss auf den Körper und kann das Unwohlsein verstärken. Stress und Hektik, sowie das Warten auf den Schmerz führen dazu, dass dieser in Kombination mit einer starken Blutung auftritt. Gegen Verspannungen und die damit verbundenen Schmerzen wirken Massagen und Yoga, eine leichte Aktivität in den Tagen und bei vielen Frauen auch der Verzicht auf Tampons. So praktisch die kleinen Helfer innerhalb der Tage sind, bei empfindlichen und von starken Schmerzen geplagten Frauen erweisen sich Binden als hilfreicher und mindern den Schmerz. Locker bleiben und sich eine Ablenkung verschaffen ist die beste Medizin bei Regelschmerzen. Die meisten Frauen können auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten, wenn sie den Schmerz durch Aktivität umlenken und sich auf schöne Dinge, wie beispielsweise Spaziergänge oder ihr Hobby konzentrieren.

Homöopathie und Wärme bei Menstruationsproblemen
Anstelle chemischer Medikation können homöopathische Heilmittel zur Entspannung und gleichmäßigen Durchblutung bevorzugt werden. Ebenso ist Wärme ein gutes Heilmittel und entkrampft den Bauch, wodurch sich die Schmerzen mindern lassen. Eine Wärmflasche sorgt vor allem in der Nacht für einen ruhigen Schlaf und vermeidet, dass die betroffene Frau von Schmerzen geplagt aus dem Bett steigt und durch die innere Unruhe für eine Verstärkung der Symptome sorgt. In der Homöopathie gibt es verschiedene Mittel in leichten Potenzen, die sich bei Regelschmerzen bewährt haben. Da nicht jedes Heilmittel zu jeder Frau passt, ist der Besuch beim Heilpraktiker angeraten. In erster Linie gilt es, eventuelle gesundheitliche Probleme vom Gynäkologen ausschließen und eine Untersuchung durchführen zu lassen. Können Verklebungen an den Eierstöcken oder eine entzündliche Veränderung der Gebärmutter ausgeschlossen werden, sollten Wärme und Aktivität gegen Menstruationsbeschwerden helfen.